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Wegen einer möglichen Brandgefahr hat ruft Volvo Plug-in-Hybride zurück in die Werkstatt.
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Volvo sieht sich gezwungen, weltweit etwa 73.000 Plug-in-Hybridfahrzeuge zurückzurufen, wie das Fachmagazin „auto motor sport“ berichtet. Betroffen sind die Modelle S60, V60, S90, V90, XC60 und XC90 der Baujahre 2020 bis 2022.
Ursache des Rückrufs ist ein potenzieller Produktionsfehler in den von LG Chem gelieferten Hochvoltbatterien des Hybridsystems. Dieser Defekt kann Kurzschlüsse verursachen, die im schlimmsten Fall zu Bränden führen könnten. Volvo hat die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge aufgefordert, die Batterie bis zur Überprüfung in einer Werkstatt nicht mehr zu laden, um das Risiko zu minimieren.
In Deutschland betrifft der Rückruf rund 4.800 Fahrzeuge. Die betroffenen Halter werden in Kürze per Post informiert und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Dort wird die Batterie untersucht, und nur bei nachgewiesenen Zelldefekten wird sie ausgetauscht. In den meisten Fällen plant Volvo jedoch lediglich ein Software-Update, das Defekte frühzeitig erkennen und Warnhinweise anzeigen soll.
„Die Brandgefahr könnte bei vielen Volvo-Fahrern Zweifel an der Sicherheit aufkommen lassen, wenn lediglich ein Software-Update durchgeführt wird. Es bleibt fraglich, ob dies das Problem nachhaltig löst oder ob ein kompletter Batteriewechsel notwendig wäre, um die Sicherheit zu gewährleisten“, kommentiert Rechtsanwalt Frederick M. Gisevius von der Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Er weist darauf hin, dass Käufer Anspruch auf ein mangelfreies Fahrzeug haben und bei nicht behebbarem Mangel weitere rechtliche Schritte möglich sind.
Ein zusätzliches Problem für Besitzer der betroffenen Plug-in-Hybride ist die eingeschränkte Nutzung. Da die Batterie nicht geladen werden darf, funktioniert der Elektroantrieb derzeit nicht, wodurch die Fahrzeuge faktisch nur mit Verbrennermotor betrieben werden können. „Ein Plug-in-Hybrid ohne Elektroantrieb entspricht im Wesentlichen einem konventionellen Verbrenner. Dies führt nicht nur zu höheren Kraftstoffkosten, sondern widerspricht auch den ökologischen Erwartungen, die viele Käufer beim Erwerb eines solchen Fahrzeugs hatten“, erklärt Rechtsanwalt Gisevius. Diese Einschränkungen könnten Ansprüche gegen Volvo begründen, etwa wegen eingeschränkter Nutzung oder finanzieller Nachteile.